Liedtexte

Greffener Heimatlied:
1. Griewen, kleinet Duorp in´t Münsterland

2. Bei uns im Münsterland
3. Dê klêine Mann
4. Dat du min Leewsten büst…
5. Dat Katuffel-Lied
6. De Kaffee Schlacht
7. Et gaiht nix üöwer de Gemütlichkeit
8. Et was es mol nen Buesmann
9. Füchtrup, Füchtrup, affgeliägen
10. Freie Di Hiärtken
11. Griäffske Heimaotleed
12. Gued gaohn, auk so
13. Heidewitzka, ist das nicht schön
14. Hermann Löns, die Heide brennt
15. Ick häw Koppiene hat
16. Jan Hinnerk
17. Kien schöner Land!
18. Kiepenkerl – Lied
19. Kin Tied – kin Tied
2o. Lütt Anna Susanna
21. Lustert, well kümp dao harin?
22. Mary, use Kraie is daut
23. Moderspraog, wat klingst du söt
24. Moos met Mettwuorst gifft vandage
25. O Dannebaum
26. O, wu is et kaolt nu wuorden
27. O, wu schön is mien Westfaolen
28. Onkel segg, wo kummt de Kinner weg
29. Plattdütsk is so fien
30. Rull di schlank
31. Rull nu min Rädken
32. Sachte rieselt de Schnei
33. Schnadahüpfer’l
34. Schneiflöchsken, witt Röcksken
35. Sie män vergnögt un frei di
36. Son Köppken Trost fallera
37. To, du junger Pättkesmann
38. Use graute Tropp (Geburtstagslied)
39. Weg met de Verdreitlikkeit
40. Wenn alle Pütts vull water sind
41. Wenn kien Druoben int Gläsken mehr
42. Wiehnachtsmann
43. Wo de Nordseewellen

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1. Griewen, kleinet Duorp in´t Münsterland

Text: Elisabeth Reckenfelderbäumer
Melodie: O, wie schön is mien Westfoalen

1. Wo fröh muorgens noch de Hahn kraiht,
wo de Plaug geiht dör dat Land.
Wo de Buoren noch dat Korn sait,
gaiht de Arbeit Hand in Hand.
Wo de Irms gaiht alle Dage,
wiet bis an den Nordseestrand.
…Do ist Griewen, usse Heimat,
kleinet Duorp in´t Mönsterland.

2. Goah doch manchmol längs de Pättkes,
nimm de Kinner an de Hand.
Wies öhr all de kleinen Blömkes,
die do wasst an Wieskenrand.
Kick üwern Tuorn dat kleine Piärdken,
nimmt di´n Zucker ut de Hand.
…Hier ist Griewen, usse Heimat,
kleinet Duorp in´t Mönsterland.

3. Hier sind de Mensken uok so stur nich,
we dat segg, hätt uss verkannt.
Ob wie truert oder fieert,
hölt uss fast en hiärtlick Band.
Is vörbie dann usse Liärben,
nemmt de Hiär us an de Hand.
…Kuomt herin, ih sind ut Griewen,
kleinet Duorp in´t Mönsterland.

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2. Bei uns im Münsterland
Melodie: Nun ade, du mein lieb Heimatland

1. Es wohnt ein zäher Menschenschlag bei uns im Münsterland
keiner weiß genau woran das lag bei uns im Münsterland
Ob es kam es von der Ernährung her, sie aßen immer ihre Teller leer
bei uns im Münsterland

2. Opa hat ein Zwei- Familien Haus bei uns im Münsterland
Zum Kloo mußt‘ man nach hinten raus bei uns im Münsterland
Zum Häuschen mit dem Herzchen drin mußt‘ man selbst bei 12 Grad Kälte hin
bei uns im Münsterland

3. Der Kappes wurde nie geklaut bei uns im Münsterland
Der wurde selber angebaut bei uns im Münsterland
Dann geschabet von der Oma sanft in`s Kappesfäßchen eingestampft
bei uns im Münsterland

4. Auch die Ärpel, das ist wohlbekannt, bei uns im Münsterland
pflanzte jeder an auf seinem Land bei uns im Münsterland
Und das Laub verbrannte man sofort, darin wurd‘ n Kartöffelkes geschmort
bei uns im Münsterland

5. Die Kastenform mit Stutenteich bei uns im Münsterland
Kam zum Bäcker samstags morgens gleich bei uns im Münsterland
Mutter merkte stets, da war man platt, daß er Rosinen raus – geknibbelt hat
bei uns im Münsterland

6. Im Keller stand im Holzregal bei uns im Münsterland
all das Eingemachte ohne Zahl bei uns im Münsterland
Wer grad‘ unten war und Schuhe putzt, hat die Lage schmackhaft ausgenutzt
bei uns im Münsterland

7. Wer ein Schwein besaß, spürt‘ Kohldampf nie bei uns im Münsterland
Mancher aß auch Fleisch vom Hottehüh bei uns im Münsterland
Und die Kinder wurden groß und stramm, weil die Milch von Omas Hippe kam
bei uns im Münsterland

8. Omas, Opas sind jetzt fein heraus bei uns im Münsterland
Nutzen nie ganz ihre Rente aus bei uns im Münsterland
Denn am „Ersten“, ob es schneit oder friert, komm’n die Enkel alle anmaschiert
bei uns im Münsterland

9. Wir wolle‘ n alle nun recht fröhlich sein bei uns im Münsterland
Ob nun mit , ob ohne Krankenschein bei uns im Münsterland
Plagt uns auch so manches Zipperlein, doch zum Lachen lad‘ n wir alle ein
bei uns im Münsterland

Pro Nr.419

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3. Dê klêine Mann
Melodie: Original

(ê wird als E ausgesprochen)

Et was êinmoal‘ n klêinen Mann, – hei-jup-heidi
de ha‘ ne Frugge graut un stramm. – hm-ha-hm.

De Frugge wull to‘ n Danzen goahn, – hei-jup-heidi
de klêine Mann wull auk met goahn. – hm-ha-hm.

Do will ick di nich hä‘ m to hampeln, – hei-jup-heidi
du kanns to Hous den Mässhaup trampeln. – hm-ha-hm.

„Ik blêiw allêin to House nich, – hei-jup-heidi
un Mässhaup trampeln dau ik nich.“ – hm-ha-hm.

Do segg sêi: „Wärd mi bloß nich fräch !“ – hei-jup-heidi
un schlout‘ n in, un gong dann wägg. – hm-ha-hm.

He lêip in‘ t Hous dann hen un hiar, – hei-jup-heidi
off do wull nix to schläckern wör. – hm-ha-hm.

Un ächtern Uamen an de Wand, – hei-jup-heidi
do fand he‘ n Pott met seuten Schmand. – hm-ha-hm.

Un os dat Wêiw no Hous hen kamm, – hei-jup-heidi
do satt hê do un läcke dran. – hm-ha-hm.

Do wurd dat weuste Wêiw ganz dull – hei-jup-heidi
un schloug den Kerl den Puckel vull. – hm-ha-hm.

Do sprang he wägg met êinen Satz – hei-jup-heidi
un flüchte sik no Nowers Natz. – hm-ha-hm.

„Min Wêiw dat hät mi schrecklich schloan!“ – hei-jup-heidi
„Dat hätt de Mêine auk all doan.“ – hm-ha-hm.

„Et nütz nix, kroup de män wiê bêi, – hei-jup-heidi
wat sall di‘ t biäter goahn als mêi!“ – hm-ha-hm.

AmiPro Nr. 431

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4. Dat du min Leewsten büst…
Melodie: Original

1. Dat du mien Leewsten büst, dat du wul weest.
Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht , segg wo du heeßt.

2. Kumm du üm Middernacht, kumm üm Klock een.
Vader slöpp, Moder slöpp, ick slop alleen.

3. Klopp an de Kammerdör, pack an de Klink`.
Vader meent, Moder meent, dat deut de Wind.

4. Kümp dann de Morgenstund, kreith all de Hahn.
Leewster mien, Leewster mien , dann mußt du gohn.

5. Goh` sacht den Gank entlang, leis met de Klink`,
Vader meent, Moder meent, dat deut de Wind.

AmiPro Nr. 439

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5. Dat Katuffel-Lied
Melodie : Auf de Schwäb’sche Eisenbahne

1. Enmol segg de „Olle Fritze“, dat sind kiene fulen Witze,
streng befohlen, „Jedermann, baut sofort Katuffeln an.“

Refrain: Trulla, rulla, rullala ; Trulla, rulla, rullala ;
streng befohlen, „Jedermann, baut sofort Katuffeln an.“

2. Alle Mensken, graut un kleine, liäwet nich von Braut allene,
auk Katuffeln, de müet sien, denn de schmaket immer fin.

Refrain

3. Mondag weet ick wat ick kuorke, is de erste Dag de Wierke,
Mondags gift Katuffelbrie, Speck un Sipeln möt dobi.

Refrain

4. Dienstag, will ick ju vertellen, mot ick de Katuffeln pellen,
Dienstag’s schlot se ut de Ot, de Katuffeln es Salot.

Refrain

5. Mittwoch will’t wi mol verseuken, den Katuffel – Riewekouken.
Mittwochs steht up usen Disk, Tuffel – Puffer, heit un frisk.

Refrain

6. Donnerstag, do kuork ick Klöße, olle van egaler Größe.
Donnerstag schmeck us famous, de Katuffel auk es Klous.

Refrain

7. Fridags bruk ick de Fritteuse, wo ick drin dat Fett uplöse,
Friedags, jau dat is kien Witz, gifft Katuffeln es Pom-Frits.

Refrain

8 .Samstag ’s iät Marie un Stoffel, gäne use Brokatuffeln.
Samstags iät se alles weg, Brotkatuffen met viel Speck.

Refrain

9. Un an`n sieften Dag de Wiärke, do ick Soltkatuffeln kuorken.
Sunndags gifft tom Middagdisk, Soltkatuffeln, nu ganz frisk.

Refrain

10. Außer de Katuffel – Sorten, gift auk no Katuffel – Torten.
Wat man met Katuffeln kann, süht man use Büke an.

Refrain

11. Drum willt wi in allen Wiesen, immer de Katuffeln priesen.
off up`m Lande, oder Stadt, domet krieget wie ju satt.

Refrain

Pro Nr. 424

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6. De Kaffee Schlacht
Melodie : Wie scheint der Mond so hell

1. Van Dage giwt de graute Kaffee – Schlacht.
oll vettein Dage häwt wi dao föer schmacht.
Schadet de Kouken auk de Figur – Figur,
dann makt wi morn – `ne Entfettungskur.

2. In düsse Saken stoht wi usen Mann,
de Ärmels upgerullt,- un dann men ran.
Dat geit so richtig – no usen Sinn, ja Sinn,
wat wi nich runnerkriegt, -dat packt wi in.

3. Vörn suer Gesicht häbt wi nu gar kin Tied.
Vergiätten willt wi ollen Zank un Striet.
Wat up de Diske steit, – dat wät nich olt, nich olt,
in twintig Johr – dann is de Kaffee kolt.

4. Drum lot us drinken, iätten wat do is.
Vandage mak wi hier `nen reinen Disk.
Ji könnt us gleiwen, dat is nich schwor, nich schwor,
Aw muorgen schmacht` – wi wier fört neichste Johr.

AmiPro Nr. 412

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7. Et gaiht nix üöwer de Gemütlichkeit
Melodie: Original

Et gaiht nix üöwer de Gemütlichkeit. ai jo – ai jo
Wenn de Vadder met de Modder no de Kiärmes gait. aijo – ai jo.

Refrain: Fide – ri, fide – ra, fideral – la – la;
Fride – ri, fide – ra, fideral – la – la. Aijo – keik mol do!

Segg, Vad-der , häst du din Piepken auk? ai jo – ai jo
Modder, hiäst du auk din Taskendäuk? ai jo – ai jo

Refrain

Jau, Modder, ik häww wull an alles dacht, ai jo – ai jo.
nu könn wie danzen bis Middernacht. ai jo – ai jo.

Refrain

Watt sölln sik use Kinner frein, ai jo – ai jo
wenn se us olle Lüe danzen saihn. ai jo – ai jo.

Refrain

Et gaiht nix üöwer de Gemütlichkeit. ai jo – ai jo.
häww wie kin Geld, heww’t annere Lüe. ai jo – ai jo.

Refrain

Nu Loat us no`n Stündken stille stohn ai jo – ai jo.
un dann sou sacht no Hus hen gohn ai jo – ai jo.

Refrain

AmiPro Nr. 409

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8. Et was es mol nen Buesmann
Melodie: Studio auf einer Reis, Jupp heidi, jupphada..

1. Et was es mol nen Buesmann de fore sik en Hasen an.
De Hase de was outerkorn, tou ’nen gutten Wêihnachtsbron.

2. Eine Schufkor full Kabus, schouf he no dat Hasenhus.
De Hase was `n Diê os ’n Kalf, doch de Jagd de was erst half.

3. Gret‘ to ihren Lambert segg. dat fauern sin‘ k oll lange lêid.
Gut, dann wi‘ k not Hasenschott gohn, un dat Diê in Nacken schlon.

4. Wat, in‘ n Nacken wuß du schlon, gösses jau, wat ’n dummen Jan.
So’n Hasen de nich schuoten is, den köff kien Mensk, dat is gewiß.

5. Gret‘ ging dann an den Bausen hier, namm sick dat graute Jagdgewehr.
se dêi ’ne Hand vull Pulver drin, un stoppt dann ’n Diêlen-Nagel drin.

6. Gret‘ nam ‚m Hasen an den Band un gonk up ’n neichsten Acker dann.
Gret‘ band den Hasen de Lêine an un gonk no 20 Trett dovan.

7. Grete tült (zielt) so, gut se kann. de Hase up de Sprünge stonn.
Grete schütt met ‚Jagdgewehr un giêne löpt de Hase hiêr.

8. Van den Schuß flog Grete dann in den Graben niêben an.
De Schuorken stonnen in de Luft, do kam dann oll de twette Schuß

9. De Hase gonk aff met de Lêin‘ un har auk nich de minnste Pin.
He kam auk niemols wiê geschliêken, sin aule Hüsken to bekêiken.

AmiPro Nr. 404

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9. Füchtrup, Füchtrup, affgeliägen
Melodie: Strömt herbei ihr Völkerscharen oder Deutschland Lied

1. Füchtrup, Füchtrup affgeliägen von den grauten Weltverkehr.
Heid un Füchten allerwiägen, Tuorf un Wisken rundümhiär.
Kiene Isenbahn will susen, düör de Büske un dat Feld.
Kiene Iemse höärt wi brusen, de den drügen Sand bespölt.

2. Doch bi us de Sunne schinnet , äss se daih bi Adams Tied.
Frisk un munter, nich se finnet, Qualm de vört Gesicht iähr tüht.
Annerwiägen Schottsteen hauge, schier de Sunne reikert schwatt.
Hier se kick met lachend Auge, äs in’t Paradies se satt.

3. Vielerorts doht Eiken adeln, stur un stark de raude Ärd.
Doch in Füchtrup Füchtennoadeln, gift de Luft besonnern Wärt.
Use Lunge makt ’se kräftig, use Stimme stark un hell,
dat in’n Dom to Mönster mächtig schallt se no de wietste Stell.

4. Annerswo gräff man de Kuohlen. Füchtrup besten Tuorf us giff.
Licht kann wärden woll betwuolen, well no lat in Viene bliff.
Doch bi Dag met sine Jungen, geiht de Kiwitt stolt spazern.
Bismark sine fine Tungen, use Kiwitt droff graleern.

5. Also , watt ick wull bewiesen, widerlegg et well et kann.
Is us Füchtrup haug‘ to priesen? Holt in Ähren Mann vör Mann.
Loatet, wat ju mot vöediärwen, wiet weg: Lichtsinn, Striet un Zank;
Flied un Freide, leiflick Liäben, wahr dat Duorp johrhunnertlang!

AmiPro Nr.427

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10. Freie Di Hiärtken
Text und Musik:Tönne Vormann

1. Üöwert allerkleinste Fitzken, Hiärteken, do freie Di!
Üöwert allerkleinste Kitzken, Hiärteken, do freie Di!
Frei Di üöwern Rousenköppken, frei Di üöwern Blaumentöppken,
junge Lüe, un olle Lüe, Jüngsken, Wichtken,freie Di!

2. Üöwern güllen Hiemmels-Stänken, Hiärteken, do freie Di!
Üöwern ruschkend Waterhänken, Hiärteken, do freie Di!
Frei Di üöwern Knabbelkümpken, frei Di üöwern Suckerklümpken.
Freide mäck de Siäl Di nie, sie män risk un freie Di!

3. Üöwert buntet Umschlagdeuksken , Hiärteken, do freie Di!
Üöwern wullen Üöwerröcksken, Hiärteken, do freie Di!
Frei Di üöwern gläunig Üöfken, frei di üöwern warmet Stüörwken.
Üöwern lück Verwühnerie, Hiärteken, do freie Di!

4. Üöwern scheunet Godenstiegsken, Hiärteken, do freie Di!
Üöwern greunetBöckenhiegsken, Hiärteken, do freie Di!
Röpp een üöwert Goarenpörtken, Di een fröndlik Dageswörtken.
Freide mäk dat Liäben frie, rop män trügg un freie Di!

5. Üöwern tickend Tasken – Üöhrken, Hiärteken, do freie Di!
Üöwern günselt Kalverrüeken, Hiärteken, do freie Di!
Frei Di üöwern Vugeltönken, frei Di üöwern gackernd Höhnken.
Üöwern Ei, wat ligg dobie, üöwert klenste freie Di!

6. Üöwern lüttket Pullenklücksken, Hiärteken, do freie Di!
Üöwern schmusig Kirdeljüksken, Hiärteken, do freie Di!
Frei Di üöwern Sunnensiägen, frei Di üöwer Wind un Riängen.
Dat Liäben geiht so rask vörbi, lach män ’n Lück un freie Di!

Ami Pro Nr.403

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11. Griäffske Heimaotleed
Melodie: Wo die Nordseewellen

1. Wo de Iärmse enen lütken Buorgen mäck,
un de Loddenbiärk sick met de Iärmse dräpp.
Do ligg use Düörpken, dat we‘ i Griä-wen nennt.
Do is ouse Heimaot, wat wul jeder kennt

2. Äch`tre – Hei’e, wo de olle Hessel flütt ,
wo auck in-ne Frächten no dat Hei-krout blöggt.
Auck de schöeune Sunnern wo no Poggen houst,
Do is ouse Heimaot, do sin we‘ i to Hous.

3. Wo de olle Kiärktoon löchtet we‘ it int Land,
Jeder sick de schöeune Kiärk bewünnern kann.
Do steiht auck de Mührle, ouse Büörgerhous.
Do is ouse Heimaot, do sin we‘ i to Hous.

4. Wenn in Meggers Busk dat graute Zelt moal steiht,
olle rund üm Griäwen, jeder weit bescheid,
dann is wi’e Pingsten, ouse Schützenfest,
dann wett sou lang fe’iert, bis et is ganz leggt.

AmiPro Nr. 430

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12. Gued gaohn, auk so
Melodie: Original

Refrain:
Gued gaohn – Auk so
Bis en annermaol

1. Wull met Rosen bestreiht is dat ganze Hus, wo dat Glück mi lacht.
Dat de Dage so rask äs de Blitz vergaiht, hädd ick nümmer dacht.

Refrain

2. Häbbt all mienen Dank de Tied was so schön, is so leiwlick west.
Nu pack ick mi gau miene Föt unner Arm, dat ist’t ollerbest.

Refrain

3. Wat süngen de Vürgel lustig un froh, un wi süngen met.
Dat Lêid is to Enn un wi säggt us Adjüs, un et lütt so nett.

Refrain

4. Nu daoh mi no eeinmol diene Hand, diene leiwe Hand.
Ick denk‘ alle Dag un bi Nacht an di, auk in’t frümde Land.

Refrain

Ami Pro 416

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13. Heidewitzka, ist das nicht schön
Musik: Heidewitzka, Herr Kapitän

1. Heidewitzka, ist das nicht schön,
wenn wir ‘mal wieder zum Geburtstag geh’n.
Alle sind so froh und munter,
mal geht es drüber und `mal drunter.
Heidewitzka, ist das nicht schön,
wenn wir ’mal wieder zum Geburtstag geh’n.

2. Heidewitzka, heut‘ geht es rund,
von Herzen lachen, das ist so gesund.
wir trinken Bier, Wein und Champagner,
und immer alles durcheinander.
Heidewitzka, heut ’geht es rund,
von Herzen lachen, das ist so gesund.

3. Heidewitzka, wir sind noch jung
und haben heut’ mal wieder richtig Schwung.
Wir trinken, lachen, scherzen, singen,
und lassen jetzt das Lied erklingen:
Heidewitzka, wir sind noch jung
und haben heut ’mal wieder richtig Schwung.

4. Heidewitzka, wir trinken jetzt,
der Hedwig wünschen wir das Allerbest.
Gesundheit, Glück, und Gottes Segen,
begleite, sie auf allen Wegen.
Heidewitzka, ist das nicht schön,
wenn wir ‘mal wieder zum Geburtstag geh’n.

AmiPro Nr. 434

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14. Hermann Löns, die Heide brennt

Hermann Löns, es brennt die Heide, Hermann Löns die Heide brennt.
Hast du Schnaps, dann kannst du löschen, deinen Durst zu jeder Stund.
Darfst dabei auch nicht vergessen, die Maid zu küssen auf den Mund.
Hermann Löns, es brennt die Heide, Hermann Löns die Heide brennt.

Und der Durst fängt an zu kommen, an zu kommen fängt der Durst.
Und der Durst wird immer schöner, immer schöner wird der Durst.
Auch die Frau`n werd`n immer schöner, immer schöner werd‘ n die Frau`n.
Und das Lied wird immer blöder, immer blöder wird das Lied.

AmiPro Nr. 443

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15. Ick häw Koppiene hat

1. Ich häff Koppiene hat, ick häff Tanpiene hat.
Olles dai mi weh, von den Tiärne bis an’t Knee.
Un‘ dao hölpt mi kiene Pille,
un‘ dao hölpt mi auk kien Tee.
Un‘ dann häff mi eenen drunken,
un‘ dann dai mi nix mä weh.

Refrain:
Un‘ ik kann de nix an dohn, un‘ ick kann de nix an dohn.
Ick mott immer met de Määse an de Theke stohn.

2. Ick häff Boukpiene hat, ick häff Balligbrousen hat.
De Määse hät mi juckt, un‘ dann häff mi hännig duckt,
Un‘ do hölpt mi auk kien Dokter,
un`do hölpt mi kien Spital.
Un‘ dann häff mi eenen drunken,
un‘ dann was mi dat egal.

Refrain:
Un‘ ik kann de nix an dohn, un‘ ick kann de nix an dohn.
Ick mott immer met de Määse an de Theke stohn.

Pro Nr. 433

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16. Jan Hinnerk
Melodie: Original

(Vor jedem Vers)
Jan Hinnerk van de Lammer – Lammer Stroht , Lammer- Lammer Stroht,
kann maken wat he will – kann maken wat he will,
schweig men immer, immer still, kann maken wat he will.

1. Un do mauk he sick en Geigesken, Geigesken perdautz.
Vigolin, Vigolin segg dat Geigesken.

Refrain : O Vigo-figolin – o Vigo-figolin,
un sin Deern de hett Kathrin, un sin Deern de hett Kathrin

2. Un do mauk he sick en Bäbyken, Bäbyken perdauz.
Schitt di wat, schitt di wat – segg dat Bäbyken

3. Un do mauk he sick en Hollandsmann, Hollandsmann, perdauz.
Gottsverdori, Gottsverdori, segg de Hollandsmann

4. Un do mauk he sick en Englischmann, Englischmann perdauz.
hau du ju du, hau du ju du, segg de Englischmann

5. Un do mauk he sick en Chienamann, Chienamann perdauz.
Ik drink Tei, ik drink Tei. segg de Chienamann

6. Un do mauk he sick en Spanischmann, Spanischmann perdauz.
Hei Caramba. Hei Caramba, segg de Spanischmann.

7. Un do mauk he sick Napolion, Napolion perdauz.
Ick bin Kaiser, ick bin Kaiser, segg Napolion.

8. Un do mauk he sick en Hanseat, Hanseat perdauz.
Slo em daut, slo em daut, segg de Hanseat

9. Un do mauk he sick en Russischmann, Russischmann perdauz.
Giff mi Wottka, giff mi Wodka, segg de Russischmann.

10. Un do mauk he sick en Jägersmann, Jägersmann perdauz .
Waidmannsheil, Waidmannsheil, segg de Jägersmann.

11. Un do mauk he sick en Schwattenmann, Schwattenmann perdauz.
Breng di Glück, breng di Glück, segg de Schwattemann

Pro Nr. 432

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17. Kien schöner Land!
Melodie: Kein schöner Land

1. Kien schöner Land in düsse Tied, äs hier dat use breet un wiet.
wo wi daoht finnen, us unner Linnen, to Aobendtied.

2. Dao sätten wi so männig Stunn‘ vegnögt bieneen bunt in de Rund‘
un wäern an‘ t Singen, wat däh dat klingen, in’n Eekengrund.

3. Nu, Bröers un Süsters: Guedde Nacht!
Guods Engel kümp van’n Himmel sacht.
Döht us behöden in alle Nöden düör sine Macht.

Ami Pro Nr. 416

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18. Kiepenkerl – Lied
Melodie: Mer lassen de Dom in Kölle

1. Wi sind de Kiepenkerle, dat weet doch jedet Kind.
Wi häbbt et hier to seggen, egal wo wi auk sind.
Un giff et moal wat to maken, dann haalt se us gewiss,
Un dann segget alle Lüe: „Guett, dat’t de Kerls hier giff!“

2. Wi kuemet meist an in Holsken, met Hout un bunten Dook.
wi maket de Lüe Freide, is dat denn nich genoug?
Nu willt wi auk alle huopen, dat dat no lang so bliff.
Un dann segget alle Lüe: „Guett, dat’t de Kerls hier giff!“

AmiPro Nr. 44

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19. Kin Tied – kin Tied
Melodie: Es klappert die Mühle

1. De nie-este Krankheit de is us bekannt, keen Tied; keen Tied; keen Tied.
Se geiht dör de Stadt – un se geiht örwert Land, keen Tied; keen Tied; keen Tied.
Un jede een löpp – un jede een rennt,
kann’s froh sin wenn mangs die de Naigste no kennt,
denn alle häbt’se kin Tied – denn alle häbt’se kin Tied.

2. Well löpp denn all Dage no schneller äs wie: dee Tied, de Tied, de Tied.
„Wo bliff ’se bloß“ so fröggs auk du offters mol, de Tied, de Tied, de Tied.
Den Husholt, den Mann un de Kiner, dat Geld,
do dreit sick doch olles drüm up düsse Welt.
Un dat kostet ollerhand Tied, un dat kostet ollerhand Tied.

3. Un ach use Mannslü häbt selbe as wi, keen Tied; keen Tied; keen Tied.
Met us in de Stadt, ach dat wiilt’se doch nie, keen Tied; keen Tied; keen Tied.
Dat Land, un de Kaie, den Stall un de Schwien,
un dann in de Stadt, nee dat sit doch nich drin.
To knapp is us de Tied, to knapp is us de Tied.

4. Nu segg es,de Rieken,wie makt de datt bloß ? met de Tied, de Tied,de Tied.
De wert hier up Erden nich alle ehr Moos, nich quiet, nich quiet, nich quiet
De häbt no vull weniger Tied no es Geld,
Un häbt sick ’nen Geldschrank bi Petrus bestellt.
Dann häbt se Ewig Tied, dann häbt se Ewig Tied.

5. Wie Fraulü wi häbt all so allerhand lehrt, met de Tied, de Tied, de Tied.
Un dobi sind wi auk no emanzipeert, met de Tied, de Tied, de Tied.
Wi niehmt us för’t Schöne no Tied up de Welt,
un dat is us mehr wert as Gold un as Geld.
Un dat döt us nich leed, un dat döt us nich leed.

6. För düsse Versammlung is us nich to schad‘, de Tied, de Tied, de Tied.
Dat ni erste Plattdütsk wärd wi hier gewahr, met de Tied, de Tied, de Tied.
Wi Fraulü vertellt us dann manch lustig Stück,
Un treckt, wenn’t ‚drupp an kümmt an enen Strick.
Un dat mäk us stark met de Tied, un dat mäk us stark met de Tied.

AmiPro Nr. 414

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20. Lütt Anna Susanna

1. Lütt Anna Susanna stoh up un beut Füer!
Och nee, min leew Moder, dat Holt is to düer.
Fide-ral-la-la-la , fide-ral-la-la-la
Och nee, min leew Moder, dat Holt is to düer.

2. Un schuer mi den Grapen un fiägt mi dat Hus.
Van Obend kuemt drei Junggesellen in `t Hus.

3. Un willt `se nich kuemen, so willt wi se hal`n,
met Piärd un met Wagen, met Isen beschlan.

4. Un könnt se nich danzen, so willt wi iähr`t lährn,
wi willt iähr de Tuffeln in Botter ümkehrn.

5. Un könnt`se nich küssen, dann müht wi iähr`t lährn,
wi willt iähr dat Moulwärks met Hannig inschmiärn

Ami Pro Nr. 412

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21. Lustert, well kümp dao harin?
Melodie: Horch, was kommt von draußen rein

(* bedeutet Holahi , holaho)

1. Lustert, well kümp dao harin * sall wul mien laiw Wichtken sien.*
Gaiht vüörbie un kick nich rin* mot’t se wull nich wiesen sien.*

2. Lüde häwt all wat to küern * dat ik gonk met iähr to’t Fiern.*
Laot se küern, ik schwieg still * kann jä friggen wen ik will. *

3. Guede Lüe, säggt mi dat * is dat Wiärks nich gans verkatt ?*
Well ik laif de krieg ik nich * un ’ne andere will ik nich.*

AmiPro Nr. 417

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22. Mary, use Kraie is daut
Melodie: Grosser Gott, wir loben Dich

Märy use Kraie is daut; is för Nacht von`n Baume stuorten.
O, wat wast `ne graute Naut, häww sick bruorken alle Knuorken,
linken Flitken , rechten Fout ; Märy, use Kraie is daut.

International:

Deutschland
Mutter, Mutter, die Krähe ging ein. Ist heute Nacht von der Stange gefallen.
Hat gebrochen das linke Bein, Mutter, Mutter, die Krähe ging ein.

Holland
Moujer, Moujer, de Krägge is doot. Es van Nach van dat Stöckske gefalle.
Hät gebroke de lenke Poot. Moujer, Moujer, de Krägge is doot.

England
Maser, Maser, mei Krei-i is dait. Is sis folen sis Nait from the Stickes.
Häs sik broken its lefte Been. Maser, Maser, mei Krei-i is dait.

Italien
Mama mia, Paloma is putti . Is in Roma von Taki pulevutschi.
Hat sik knackit die linke Futti. Mama mia, Paloma is putti.

Japan
Mitschu, Mitschu, piep piep harakieri.
Vil fal hin wang jong jong vonne Stangi.
Tilli, knacko ling gingo Knocho. Mitschu, Mitschu, piep piep harakieri .

Rußland
Matka, Matka, dua Moscha kaputta.
Kunta voll Wodtka vona Stanka gerutska.
Chatka geknackat dua linka Potka. Matka, Matka, dua Moscha kaputta.

AmiPro Nr. 420

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23. Moderspraog, wat klingst du söt
Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr.

1. Moderspraog wat klingst du söt, höer ik diene laiwen Wäöd,
küren up de Straoten.
Is’t mi jüst, äs lägg ik warm, wier äs Kind in Moders Arm,
föhl mi nich verlaoten.

2. Äs du an den ersten Dag ‚ läggs äs söte , kleine Blag
in dien Trallgenbiädken.
Küert de Moder düt un dat, immer bloß in’t laiwe Platt,
schloug di froh dat Hiärtken.

3. Fröggs du di: „Wat mak ik dann „, lacht mi äs son Wichtken an,
in de Back een Külken?
Platt küern moß met de Dän, dann häw’t se di nau maol so gän,
giff di faots een Mülken.

4. Un wann di ‚t äs mol laige gaiht, oder du büst so recht vedraiht ;
mak di Last de Stüern.
Dann schimp löß, want di to dull. Et mot rut, dat weest du wull :
Kanns bloß Platt dann küern.

5. Bin ik in ’ne früemde Stadt, häör ik eenmaol use Platt,
bin ik dann verschrocken.
Ach, so söt de Wöde singt, un ut ‚t Kinnerland wier klingt.
miene Heimatklocken.

6. Is de Spraok auk mangs lück butt, ach, se meint ‚t met ju so guett.
Viel kann se ju lähren.
Drüm, bis in den klensten Hook, kürt mi us de Modersprok.
Hollt’se haug in Ehren.

Ami Pro Nr. 405

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24. Moos met Mettwuorst gifft vandage
Melodie : Strömt herbei ihr Völkerscharen (O wie schön is min Westfolen)

1. Mous met Mettwuorst gif‘ t vandage,
Frönde kumt schnell an‘ nen Disk.
lot män liggen jue Arbeit
lot män schwemmen auk den Fisk.
Moder was van muorn in‘ n Goden
un schneit küorwe-wiese Mous.
Vader köhlt den aullen Kloren,
un tappt Beer oll in‘ nen Kroug.

2. Düer dat Hus treckt oll van Siepeln
en verdori leck’ren Rüek.
Moder is ant Mous afstriepeln,
wat ‚ ne Druckhet inne Küek.
Oma biet Erdäppel schrappen,
häf en Löchten in‘ t Gesicht.
Opa is ant Wüörste schnappen,
in den Wiem do feilt dat Licht.

3. Ut de Schoule kuomt no House,
Fränzken , Heini un Marie,
de äs unwies met Gebruse
sick an‘ n Disk set‘ t – sittkedi.
Mous met Mettwuorst iät‘ se gäne
jau, dann haut‘ se düftig ran.
Jede Jung‘ un jedet Wichtken
steiht bit Iäten sienen Mann.

4. Loat ju nich so lang floteeren,
Mous un Mettwuorst steiht parot.
Griept män to , et sall us ehren,
wenn jie nicks me üwerlot‘.
Ächterhier gift dann ‚ nen Kloren,
de verdellt dann Mous met Wuorst.
Un verdriff us auk den schworen,
Beer- Geschmack , un auk den Duorst.

AmiPro Nr.421

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25. O Dannebaum
Melodie: O Tannenbaum

1. O Dannebaum, o Dannebaum,
wie grön sind diene Tweuge.
Dien Kleed is frisk un fröhjohrsgrön
steiht di in’n Winter dubbelt schön.
O Dannebaum, o Dannebaum,
wie grön sind diene Tweuge.

2. O Dannebaum, o Dannebaum,
du dös mi so gefallen.
Wu faken häwk to Wiehnachtstied
so’n leiwlik Baimken upgestellt .
O Dannebaum, o Dannebaum,
du dös mi so gefallen.

3. O Dannebaum, o Dannebaum,
dien Kleed will mi wat lehren.
De Utduer un’n lück Huopnungsschien,
verdriewt dat leige Trurigsien.
O Dannebaum, o Dannebaum,
dien Kleed will mi wat lehren.

AmiPro Nr. 426

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26. O, wu is et kaolt nu wuorden

1. O, wu is et kaolt nu wuorden, un et is so‘ n schuddrig Wiär.
Un de Wind pußt wahn ut Norden, un de Sonn de schient nich mähr.

2. Gärn möch ik de Knäpp rup kleien, keek in’t gröne Freujohrs – Holt.
Gräs und Bloumen mög ik seihen, doch et geith nich, is ösig koult.

3. Gärn hör ik dat Hörnertuten, un de Klocken van dat Veeh.
deih mi freih’n so gern to buten, springen auk met Haas un Reh.

4. Leiwe Freujöhr, kum doch wier, guedde Freujohr kumm doch boolt.
Un dann bliev doch bi us hier, un mak grön us Feld un Holt.

AmiPro Nr. 410

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27. O, wu schön is mien Westfaolen
Melodie: Strömt herbei ihr Völkerscharen

1. O wu schön is mien Westfaolen. Löchtest wiet mien Heimatland.
Wat ick segge , is kien Praohlen, daorup giew ick di de Hand.
Eieken wasst dao stur un mächtig Roggen, Waite, Giärst un Flaß;
Un en Menskenschlag so mächtig, de kennt Arbeit un auk Spaß.

2. In den Grund do sitt dat Isen; Kuolen füör de ganze Welt.
Auk dat Veh is nao to priesen, wenn et sick üm Schwiene häölt.
Denn de Mettwuorst,wenn recht drüge, schickt wi wiet weg üöwer‘ n Rhien.
Uese Schinken is je Tüge, dat wi tücht’t dat beste Schwien.

3. Wat Westfaolen fabrizeet, is dat deft’ge Handgespinst.
Wo do män en Fürst regeet, do auk use Linnen finndst.
Un dat spinnet use Lüdens, un dat naihet use Fraun.
So äs fröher ist ‚t vandage, up Westfaolen kannst du bau’n.

4. In Gedränke auk nich minner, sin wi längstens weltbekannt.
Frisk-Beer füör de Frau un Kinner, Aolt-Beer drinkt män wel et kennt.
Men no enen Drunk, en raoren, de us stäöhlt met Mout un Kraft.
Dat is usen aolen Klaoren, well wull mansken Wunner schaft.

5. Äs in Drinken, so in’t Iiäten häw wi auk ’ne eegne Kost.
Knabbeln wärd bi us nich miätten, jeder krieg sick sienen Oost.
Pumpernickel , eenen Brocken, mett lück Buotter un met Schmolt.
Stramm stoht wi in Huosensocken, un dat Hiärt wäd us nich kold.

AmiPro Nr. 413

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28. Onkel segg, wo kummt de Kinner weg
Molodie: Vogelhochzeit

1. Als August no son Jünsken was,
mok em dat pleugen grauten Spaß. Viederallalla…

2. Drum gonk he auk in neichster Tied
’non Nober hen, dat was nich wiet.

3. De lehre em dat „ha un hott „,
un wie den Plog man stiärken mott.

4. Den Ossen, met den langen Schnott,
schmeet he met’n Knüppel an ’ne Vott.

5. Dat Pleugen , dat was gar nich schlecht,
he pleugere wie son ollen Knecht.

6. Doch einmol, an ’nen schönen Morn,
bie’n Nober was ein Kind gebuorn.

7. Dei ollen Wiewer stonn‘ n tosamm,
ße küern von Kind un de Hebamm.

8. De August, de har auk wat hoert,
un frogg den Nober met den Boert.

9. „Du Onkel, wenn du weest, dann segg,
wo kummt de kleinen Kinner weg.“

10. Dei Onkel gneisere vör sick hen,
un schmeit non bietken Mess ut‘ n een.

11. Do nam he’n Schnüffken, un segg jau,
dat kank di seggen ganz genau.

12. De Hebamm krig ’se met de Bahn,
se mot ’se ut‘ n Waggon utladn.

13. Du Onkel nu segg du es mi,
goot de dann nich kaputt dobie.

14. He schmeit de Forke dat et knackt,
– nee , de sind all in Strau verpackt

15. Du Onkel jau dat auk woh,
nu is mi auk de Sake kloor.

16. Als ik nülick an de Bahn moß sien,
do lach do soviel Strau herüm.

17. Drum Wichtken, nu will ik di roon,
loot August nich allein no de Bahn.

18. Denn August hätt de Kinner gern,
he lött sick ‚ n ganzen Waggon anföhrn.

Pro Nr.425

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29. Plattdütsk is so fien
Melodie : Tief im Odenwald steht ein Bauernhaus

1. Plattdütsk is so fien, – use ene is auk nu dobi. (weiter )
Küert wäd dütt un datt – in dat schöne MönsterlännerPlatt.

Refrain: Do wäd nao plattdütsk küert, do wäd nao
Fröndschaft müert. In usen plattdütsken, bunten Krink.

2. Viele Lüe sind do, – hört so gän ‚ nen derbet plattdütsk Waort.
Ein non annern dann, – brögg en lustig plattdütsk Döhnken an.

3. Plattdütsk häör’n un sing’n -do kümp jeder richtig bie in Schwung.
Wie makt us dann Spaß – un wie goht tohaup vögnöugt no Hues.

Ami Pro Nr. 406

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30. Rull di schlank
Melodie: Auf der schwäbschen Eisenbahne

Refrain:
Rulle, rulle, rulle wegg, dienen dicken Möhnen-speck.
Jeden Dag en bittken bloß, un de Figur de wät famos.

Mancher een , so met de Tieden, merkt an sine Lebenswiesen
ohne dat he dovon kann, set`t he sick `ne Speckschicht an.

Mak `ne Kur, un mak Diäten, draft du bloß de Hälfte iäten,
leggst auk mol `nen Ries-dag in, ächterhär schlöß dreifach rin.

Enes Dages föllt mi dann in, dat könn auk woll anners sien,
greep dann met Erfinderstolt, hen no’t runde Nudel-holt.

Kläff auk Nudel-diek no dran, ick fang fots to rullen an.
Rullen uone unnerlaot, rullen over stets met Maot.

Ganz besonners för den Buuk, daorüm nao den aollen Bruuk,
rull bloß ümmer up un aff, niemm’s sofots en Pündkes aff.

Miene Fraulüe, haugh-verehrt, makt nu bitte alle kehrt,
un versöket nu jue Heel, an dat stramme Achterdeel.

Den Busento ropp un runner, dann passeert auk boll dat Wunner,
makt dat viättein Dage so, sin ji sexi wie Bardo.

Arme, Beene un den Hals, rulle däglik iäbenfalls.
Dehne, recke, strecke di, un dien Gank wät küeniglik.

Griep nu däglick vuller Stolt , no dat schöne Nudel-holt.
Laot auk mol den Vader dran, dat sien Buuk verschwinnen kann.

Könn no viele Raotschliärg brengen , bin all heeske voan dat singen.
Melde biet Patentamt dann , äs Patent de Rulle an.

AmiPro Nr. 428

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31. Rull nu min Rädken

von Paula Wilken
Melodie: Original

Rull nu mien Rädken hennig ut de Stadt,
sacht üwert Pättken, bloß wä mi nich platt.

1. Up Pättken met Rädken, dat is use Welt.
wi triät di vergneugt de Pedale.
Dat kost us kien Spritt un kin Kilometergeld.
un Stüer bruk auk nich to betahlen.
Wi kennt kin Hassebassen, wi loot us dobi Tiet
wi seihr de Bläumkes wassen, un singt un fleit en Lied.
Rull nu mien Rädken hennig ut de Stadt,
sacht üwert Pättken, bloß wä mi nich platt . (Ja)

2. Düör Büsck un düör Higen un düör stille Hei,
stüert wi usen trüen Gesellen.
Wi häbt kine Autos un auk kin Blinkgerei.
un kine Witten Müs‘ wat ‚ t mellen.
un kine schiererie schriff us dat Tempo vör
wi merkt wann’t bremsen Tied is, in’t Rings-Wagenspör
Rull nu mien Rädken hennig ut de Stadt,
sacht üwert Pättken, bloß wä mi nich platt . (Ja)

3. Dat pädken met Rädken hölt frisk us un jung
dat stärkt use Muskeln un Lungen .
Makt met olle Fouljack dann kümmste wie in Schwung.
dann tell’s di woll wi’e bi de Jungen.
Wi makt kin Welten-Rennen, wi willt nich no Paris
Wi lehrt de Heimat kennen, un de büt so viel Nies.
Rull nu mien Rädken hennig ut de Stadt,
sacht üwert Pättken, bloß wä mi nich platt . (Ja)

AmiPro Nr.423

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32. Sachte rieselt de Schnei
Melodie: Leise rieselt der Schnee

1. Sachte rieselt de Schnei, still un hatt lieg de Sei.
Wiehnachtlich glänzet de Damm, frögge di, Christkind kümmp an.

2. In de Hiärten ist warm, still werd Kummer un Gram.
Surgen de Welt schwiegt nu still,weil et dat Christkind so will.

3. Wanners is hillige Nacht, Engelkes singet so sacht.
Lust’re es, wie fein et klingt, wenn‘ se fört Christkindken singt.

AmiPro Nr.436

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33. Schnadahüpfer’l

Ik sing‘ lust‘ ge Lieder, vull Spaß und vull Lust,
den Schluß singt wir alle , dann out vuller Brust.

Wenn‘ t Kottleten schnigget , und Mettwürste rienget
Dann is‘ t doch ganz sieker , dat wi us dann sienget.

Bi us an‘ ne Imse: (X bi us in‘ ne Knäppe)
…Do is ein Tunnel, wenn‘ ne rin kümms wed‘ düster“, … wedt hell.
…do steht ein Gerüst, do werd use Wichter elektrisch geküßt.
…do steiht ein Kaplon, de hät statt ‚ ne Biebel, ‚ ne “ Nunne in‘ n Arm.
…“wo de Pappeln sich weiget, do haut sick‘ n paar Glatzköpp, dat de Hoore rüm fleiget.
…do steiht en jung Lüd, datt wäsk sick de Föute, datt wädt auk boll Tied
…do steiht en olt Wief, dat schlött sick met de Mestfork dat Suermous in‘ t Lief.
…da steiht en Klosett, dat bruket de Beilsken os Feldlazarett.“
…do geiht et zick zack, do haut sick de Zwerge met‘ n Hammer vört Knei.“

Wenn ik einmol hierot, dann mak ik ‚ t mi out,
wenn de Frau nich to Hous is, bin ik Heer int Hus.
Mien Koschietenbättken de is ja so söt,
ick kiek ihr biet Melken so gärn up de Föt.
Dat dat Mülken nen Boat mäk, dat is jä nich wohr,
süß här je mien Wichtken dat G‘ sicht vuller Hoor.
Mei‘ n Mouder mäck Dampfnudeln för‘ n Vadder un mi ‚,
de Vadder et de Nudel… un den Domp den krieg i “
Mein Bruder spielt Zitther, mein Süster Klarinett,
De Vadder haut de Modder, dat giff en Quartett.
Mien Vadder ist Buer, hät Ossen bloß einen,
wenn ick nich tou Hous bin, dann häw he gar keinen.
Mien Dackel der wackelt mie den Stiert un dat Ohr,
de Stiert kann dat nich, denn de Kopp is to schwor.
Mien Vadder is Schoster, de Suhn, dat bin ick,
he versohlet de Schoe un mansken auk mi..
Twee Wichter de gongen wul düer dat Kohrn,
de Eine gong ächtern, de Annere vörn.
Mien Vadder is Schreiner, de Suhn, dat bin ick,
mien Vadder mäk Waigen, wat drin kümp mak ik.
De Klapperstuork dat is en spassiget Veih,
bi Een kümp he garnich, bien Annern to fröh.
En Schwalbe mäck kin Summer, twee Jungfrau‘ n kin Kind,
Doch wenn twee sick gärn häb‘ t, passiert dat geschwind.
Mien Süster krich ‚ n Kind, se weht nich van wem ,
min Nober hät ‚ nen Rüen, jetzt schüf seiht up den.
Is biäter ik hör up jetzt, is Tied datt ik go,
de Hals is so drüge, un de Schnäpskes sind ror.

AmiPro Nr. 418

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34. Schneiflöchsken, witt Röcksken
Melodie: Schneeflöckchen, weiß Röckchen

1. Schneiflöchsken, witt Röcksken, wann kümms du no us?
Gans haug in den Wolken , do bis du tou Hus.

2. Kumm, sett di an‘ t Fenster, du niedlicher Stern,
molst Bloumen un Tweige, wie häwt di so gärn.

3. Schneiflöchsken, du decks us de Bläumkes dann to,
dann schlopet se tuttke in seälige Ruh.

4. Schneiflöchsken, witt Röcksken, kumm to us hendahl,
dann baut wi nen Schneemann, un klüt‘ t met den Ball.

AmiPro Nr. 437

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35. Sie män vergnögt un frei di
Melodie : O, alte Burschen Herrlichkeit..

1. Nu sett‘ ju alle dicht bien‘ en , laot ju nich lang flatteren.
Triäd nich den Naober up den Teen , dat kann ja licht passeren.
Nu singe, well män singen kann, wellt’t nich kann fang to fleiten an.
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

2. Hes du auk in de Lotterie , all wie mol nicks gewunnen,
dann mak nich lange Quaterien , verdiärf di nich de Stunnen.
Lot dienen Kopp nich hangen dann , fang leiwer vort to singen an.
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

3. Häs Gicht du in de Beene dull , kanns stohn nich,du moss hinken.
Riev in di met de Fusselpull , wat drin iss kannst du drinken.
Dann is et met de Pien vörbi , un singen döste wie noch nie
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

4. Büs du en Schnorker Nacht vör Nacht , un schnorkst in allen Tönen.
Un diene Frau nich schlopen kann , un fängt dann an to stöhnen.
Liäg di dann de and’re Siet , un sing dobie dat schöne Lied :
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

5. Hätt diene Frau de Büxe an , döt ümmer schandaleeren.
Wenn du erst kümmst benirwelt an , moß du iehr Moral liähren.
Fängst enfach an to singen an , datt man to Bouten hören kann
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

6. Kümp dien Frau mol aff un to , nich ut met de Moneten ,
dann hol de Mul äss Kavalier , un do nich fots dann fläuken.
Giff ihr dann gau dien leste Moos , un denk dobie dann ganz getrost,
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

7. Nu wiert jie jä olle Bescheid , watt fleigen will lot fleigen.
Well sik van Dag ‚ nich mett us freit , döut sick jä sölfst bedreigen.
Stoht up, un singet olle met , denn bi us de Parole hett :
Sie män vergnögt un frei di, un wenn diet‘ t di juckt, dann klei di.

Ami Pro Nr. 401

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36. Son Köppken Trost fallera
Melodie: Original

Refrain:
Son Köppken Trost fallera un dann män prost fallera,
dat hölt famos fallera us üwer Water.
Son Räcketäck fallera, met‘ n lück Gebäck fallera
ja, ja de schmeck fallera , so biet Gequater.

1. Jeder Mensk hät siene Leidenschaft, jeder hät so sien Plaseär .
Maria drinkt gän Appelsaft, un Anton een Glas Beer.
De Krösus deut in Sekt un Wien, vör Jans do kannt ‚ nen Schnäppsken sien.
Up all, dat Tügs ick fleit, wenn män mien Mülken geiht.

Refrain

2. Et gaff es ‚ mol ‚ ne leige Tiede, do stonn mien Mülken still.
De Kaffe kost‘ n Künigriek , dat Pund ‚ ne halwe Mill.
Wat was dat ümmes en Tam, Tam, wenn äs son Sonder-Aufruf kamm,
wat häwt wie us dann freit , un wat häwet Mühlken dreiht.

Refrain

3. Jetz sitt de Ladens pickefull , von all de brune Pracht.
Män bloß de Pries sind ratz to dull , goht üower use Macht.
Wie armen Lü betahlt us schwatt, dobie holt wie kin Braut in’t Schapp,
denn Böntkes müt de sien, no eh äs wat von Schwien. Refrain.

AmiPro Nr. 422

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37. To, du junger Pättkesmann
Melodie: Auf du junger Wandersmann.

1. To, du junge Pättkesmann, he, nu kümp de Tied heran,
de Wannertied, de brengt us wiet.
Willt gau up den Patt us maken, un bekieken fiene Saken,
graute Water, Berg‘ un Grön‘, üöwerall wiet in de Rünn.

2. Männigeen, son’n fulen Pitt, ümmer ächtern Uowen sitt,
weet nach Wind un Wolken sind.
’n Junge, de gar nich ‚rüm is west,- nich harut ut’t warme Nest
de kann auk mien Frönd nich sien, kann auk nich sien Wichtken frien.

3. Mannigeen up sinen Patt, kümp in Sweet, wäd kladdernatt.
hät Duorst un Pien, dat mott so sien.
Drägg sin Päcksken up de Rügge, treckt wull üöwer Brügg‘ un Brügge,
bis he kümp in Insbruck in, küert met ’ne Tirolerin.

4. Muorgens, wenn de Sunn upgeiht, Pättkesmann all wie upsteiht:
„Dagg, Busk un Feld, du schöne Welt „!
Pättkeslü kuemt ut de Paorten, gaoht nu üöwer Härguods Straoten,
un met frisken Sang un Klang ,seggt se Härguod Muorgendank.

Ami Pro Nr.407

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38. Use graute Tropp (Geburtstagslied)
Melodie : Odenwald-Lied

1. Wenn ut usen Tropp einer Geburtstag fiert dann is wat los.
Dann sind wie all wiehe doo, dat is doch wull ganz kloor,
dann wätt tohaup Geburtstag fiert.
Dann häewt wie ümmer Tied, kien Weg is us to wiet,
dann wätt tohaup Geburtstag fiert.

2. Wenn ut usen Tropp einer Geburtstag fiert dann is wat los.
Dann wätt vötellt, wätt lacht, mannig Döenken wätt dann bracht,
de Ene weet düt, de Annere dat.
De Disk es nett gedeckt, – bi‘ n grauten Tropp gut schmeck
Un büöt dobi auk haug dat Glas.

3. Wenn ut usen Tropp einer Geburtstag fiert dann is wat los.
Wo wei inladen sind, wünsk sik dat Geburtstagskind,
dat alle vegneugt un lustig sind.
All‘ wünscht, dat is doch kloor, – no recht vull schöne Johr,
dat wie no oft tosammen sind.

4. Wenn ut usen Tropp einer Geburtstag fiert dann is wat los
Nu stoht jetzt alle up, de ganze graute Tropp,
staut an up dat Geburtstagskind.
Kann’t denn wull schöner sien, es hier bin en to sien,
un met use ……………………… Geburtstag fiern.

AmiPro Nr. 402

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39. Weg met de Verdreitlikkeit
Melodie: O, wie lieblich ist`im Kreis..

1. Weg met de Verdreitlikkeit , laot us enen singen,
’nen Prost up de Gemütlickkeit, un dat sall lustig klingen.
Un wi alle, graut un klein, willt vandag us hiärtlick frai’n.
Fröggen os de Kinner , fröggen os de Kinner.

2. Van Geschäfte un van Geld, willt wi nu nich küern.
Un üm alles in de Welt , holt de Moul van Stüern.
Drikt ju leiwer`n Pöttken Beier, makt en anner ju Plasseir.
Dat is viel gesünner, dat is viel geünner.

3. So vergnögt willt wi us dann, nou de Tied verdrieven.
We kin Spaß verdriärgen kann, de laut bouten bliewen.
Singt un lacht met Hiärt un Mund , dat is schön un auk gesund.
Un daobie sall’t bliewen , un dobi sall’t bliewen.

Ami-Pro Nr.406

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40. Wenn alle Pütts vull water sind
Melodie: Wenn alle Brünnlein fließen

1. Wenn alle Pütts vull Water sind, dann mott man drinken.
Wann ick min Schatz nich ropen draff, do ick em winken.

2. Jau, winken met de Äugeskes, un stauten an den Foot,
‚t is eene hier in’t Stüöwken in, se mine wären mott.

3. Waorüm söll se’t nich wären, ick häff se jä so gärn,
se hhä twee blanke Äugeskes, de löchtet äs twee Stärn.

4. Hät auk twee raude Bäckskes fien , sind rauder äs de Wien.
gleiw mi, so’n Wichtken find’s du nich, wull unnern Sunnenschien.

AmiPro Nr. 417

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41. Wenn kien Druoben int Gläsken mehr
Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr

1. Wenn kien Druoben int Gläsken mehr, off du häß auk süß Mallhör,
häß den Mout verlouren,
häß du enmol nix int Schapp, wed die es de Buortter knapp.
Drink die’n ollen Kloren.

2. Wenn di‘ t eenmol laige geith, un du bis so recht vödreiht ,
will di nix nich passen,
dann küe di nich lang in’n Damp, sachte goh düör Busk un Kamp,
bloß nich hassebassen.

3. Häs du eene dralle Dän, un se hätt no annere gän,
bouten vö de Pooten.
Ach, dann mak kin graut hallo, denk di, Fraulü sind mangs so,
will se laupen looten.

4. Kümmt Finanzamt met de Stüer, kümmt di de Gerichtsvollzieher
will bi di wat halen,
dann segg em: “ Das tut mir leid“. Haugdütsk, dat he’t auk versteiht,
„Wer soll das bezahlen?“

5. Häs du met de Frau Verdrutt, sägg‘ se hü, un du seggs hott,
fänk se an to roasen.
Ach dann mak nich lange Striet, denn du west’se doch nich quiet,
lot se di wat bloosen.

6. Schloot de Blagen nich so in, häs du mangs Verdrutt un Pien,
makt’se dumme Saken.
Küert de Blagen ümmer tweäs, ja, et is je dine Iäs.
Watt willst du dran maken?

7. Is de Tiet auk mangs wat suer, seih wi mannig Grummelschuer
up an’n Himmel stiegen.
Ach, wat us son Unwiär sall, ruhig Blaut, se könnt us all,
doch nich unnerkriegen.

AmiPro Nr. 408

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42. Wiehnachtsmann
Melodie: Jingle bells

Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann,
kumm nich von de Stroot,. goh nich in de Sloot
dann sind min Geschenke furt, man dat is nich gud

Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, denkst du auk an mi.
Brögst du mi wat Fienes met, du, denn dank ik di.
Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, nu weet ower Tied,
spann din Piärd vör’n Schlien nu an, un kumm in ne Fööt.

Refrain: Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, kümmst du boll vörbie,
denn oll gau is Wiehnachten , du ik wocht up di.
Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, bis nen feinen Mann,
lot blos kin Geschenke stohn, un nu hol di ran.

Wä mi bloß nich krank, nu in dien Sässon.
bis een Johr in Urlaub west, nu moß du wat doon.
Lech men twe debi, anners kümms nich kloer ,
un ik krieg dat ganze Tüch, erst int nie Johr.

Refrain: Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, kummst du boll vörbie,
denn al gau is Wiehnachten , du ik wocht up di
Wiehnachtsmann, Wiehnachtsmann, bis nen feinen Mann,
loet blos kin Geschenke ston, un nu hol di ran.

Pro Nr. 429

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43. Wo de Nordseewellen
Melodie: Wo die Nordseewellen

1. Wo de Nordseewellen trecken an den Strand.
Wo de geele Ginster bleiht in gröne Land.
Wo de Möwen schrien schrill im Sturmgebrus,
Do is mine Heimat, do bin ick to Hus.

2. Well`n un Wogen sangen mi min Wiegenlied,
hauge Dieke wassen mi dat “ Gott behüt „.
Was dat auk min Sehnen, un min heit Begehr,
in de Welt to flegen, üwer Land un Meer.

3. Wohl hät mi dat Liäben mine Quol gestillt,
hät mi alles gieven wat min Hart erfüllt.
All dat is verschwunnen, wat mi drückt un dreevt,
häw dat Glück gefunnen, doch min Heimweh bleevt.

4. Heimweh no dat schöne gröne Marschenland,
Wo de Nordseewellen trecken an den Strand.
Wo de Möwen schrien schrill im Sturmgebrus.
Do is mine Heimat, do bin ick to Hus.

AmiPro Nr. 411

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