Historie

In den früheren Jahren wurden schon des öfteren in Greffen einzelne plattdeutsche Abende abgehalten.

Der Schützen- und Heimatverein – Abteilung heimatliche Belange- hatte sie inszeniert. Es kam aber nie zu regelmäßigen Treffen.

Als dann der Bürgerverein im August 1993 gegründet war, wurde angeregt, regelmäßig plattdeutsche Abende zu gestalten.

Die Vorstandsmitglieder Theo Linnemann und Heinrich Krewerth wurden vom Vorsitzenden Franz Bruns gebeten, die Abende zu organisieren.

Unter sehr großer Beteiligung Greffener Bürger und mit sehr positiver Resonanz fand der erste plattdeutsche Abend im Januar 1995 in der Gaststätte “Kastanienkrug” (Brüggemann) statt. Seit diesem Zeitpunkt führen wir regelmäßig im Winterhalbjahr 7 plattdeutsche Abende bzw. Nachmittage durch, die durch Vorlesungen von Theo Linnemann und Heinrich Krewerth sowie Beiträgen einiger anderer Damen und Herren des plattdeutschen Krink gestaltet werden. Für die musikalische Untermalung sorgt seit dieser Zeit Franz Bruns mit seinem Schifferklavier, der auch ein umfangreiches plattdeutsches Liederprogramm erarbeitet hat (s. Literarisches).

Freude am gemeinsamen Singen und Vorlesen sowie die Pflege des alten Volksgutes sind neben der regen Teilnahme der Aktiven immer wieder Ansporn für den Einsatz der Veranstalter. Zu den jährlichen kulinarischen Höhepunkten gehören Grünkohlessen im Januar und Struwenessen zur Fastenzeit. Der gesellige Aspekt wird aber auch gepflegt bei plattdeutschen Theaterbesuchen, gemeinsamen Radtouren und Museumsbesuchen oder Firmenbesichtigungen.

Die Durchsetzung der hochdeutschen Sprache in ganz Deutschland ist durch Martin Luther und seine Bibelübersetzung ab 1521 vollzogen worden. Er bediente sich der kurhessischen Kanzleisprache, die auch andernorts verstanden wurde. Durch die schnelle Verbreitung der Bibel kam das Hochdeutsch in viele Familien und in aller Munde, so dass die niederdeutsche Sprache immer mehr verdrängt wurde.

Ich würde behaupten, dass das Hochdeutsche das gleiche Schicksal erleiden wird. Als nach dem zweiten Weltkrieg Engländer und Amerikaner und später die NATO in Deutschland waren, wurden auch hier viele Worte aus dem Englischen übernommen. Mit Verbreitung von Fernseher, Computer und Satelliten haben bereits viele Beschreibungen und Fachbegriffe Einzug in die deutsche Sprache gehalten.